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07.04.2017, 11:02 Uhr

Situation und Perspektiven der Milchwirtschaft

Im Landtag wurden am Mittwoch die Milchviehhaltung und -wirtschaft diskutiert. Im Fokus stand dabei die aktuelle Situation. Unverändert haben es Landwirte, die Kühe halten und Milch produzieren alles andere als leicht, auch wenn sich der Milchpreis in den letzten Wochen und Monaten glücklicherweise wieder etwas stabilisiert hat. 2015 – aktuellere Zahlen liegen nicht vor – betrug die Anzahl der Milchviehbetriebe in Baden-Württemberg knapp 8500, bei nach wie vor sinkender Tendenz.

2005 waren es noch etwa 6000 Betriebe mehr gewesen. Immerhin ist die Zahl der Milchkühe weitgehend ebenso stabil wie die Menge der produzierten Milch. Der Rückgang der Milchviehbetriebe ist jedoch nach wie vor besorgniserregend. Unterstützung können Betriebe durch die im Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum festgelegten Ziele erhalten. Dazu zählen die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZL) und das Förderprogramm Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT). Diese Programme sind zentral, damit die Zahl der Betriebe nicht noch geringer wird. Wichtig ist vor allem auch, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Doch Landwirte und Politik können nicht alles allein tun. Ohne die Verbraucher und größere eine Wertschätzung dem Produkt Milch und den Erzeugern gegenüber funktioniert das beste Förderprogramm nicht. Immerhin ist es ein positives Zeichen, dass die Bauern aktuellen Umfragen zufolge ein gutes Image zu haben scheinen. Daran gilt es anzuknüpfen.

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