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14.07.2017, 09:39 Uhr

Eindrücke von der Informationsreise nach Irland

Mit dem Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz war ich vom 2.-7. Juli auf einer Informationsreise in Irland. In erster Linie ging es darum, uns einen Überblick über die landwirtschaftlichen Verhältnisse im Allgemeinen und über den Bereich des Molkereiwesens bzw. der Milchwirtschaft im Besonderen zu verschaffen. Uns hat erstaunt, dass die Iren ihre Zukunft darin sehen, die Milchproduktion erheblich auszuweiten und entsprechend international zu vermarkten.

Die wirtschaftliche Situation der irischen Landwirte ist derzeit herausfordernd. Alle Gesprächsteilnehmer, unabhängig ob deutsch-irische Handelskammer, Abgeordnete, Verbandsvertreter oder auch die Landwirte, die wir besucht haben, stellten das Thema Brexit in den Vordergrund. Die Iren befürchten massive Einbußen durch den Wegfall des britischen Absatzmarktes und baten um Unterstützung. Letztlich bleibt abzuwarten, wie die Brexit-Verhandlungen mit der EU verlaufen. Allerdings hat der Europäische Rat in seinen Leitlinien zu den Verhandlungen mit Großbritannien vier wesentliche Schwerpunkte festgelegt, wozu auch der Bestandschutz für bereits in den Verkehr gebrachte Waren zählt. Zudem soll ja zeitnah ein Folgeabkommen geschlossen werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass auch Großbritannien auf die Einfuhr der Produkte aus Irland angewiesen ist. Nachdrücklich blieb in Erinnerung, welche positive Entwicklung Irland in den letzten Jahren genommen hat, vor allem vor dem Hintergrund, dass Irland 2010 das erste Land war, welches den Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen musste.

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