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23.03.2017

Weiter keine Inhalte vom SPD-Kanzlerkandidaten

Am vergangenen Sonntag fand der SPD-Sonderparteitag statt, herausgekommen ist dabei nichts Neues. Martin Schulz ist nun auch offiziell Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender. Dass es dazu kommen würde, war schon vorher klar. Wer dagegen gehofft hatte, endlich zu erfahren, für welche Politik Martin Schulz und die SPD künftig stehen werden, sah sich getäuscht.

Es wurde lediglich auf den Juni verwiesen, da wolle man sich damit befassen. Derweil verspricht Martin Schulz soziale Gerechtigkeit, spricht von Respekt und Würde. Natürlich hat da niemand etwas dagegen, was das konkret bedeuten soll, ist fraglich. Die SPD scheint sich ganz auf ihren Hype um Martin Schulz ausruhen zu wollen. Bequem, dann erst in einem Vierteljahr mit einem Programm befassen zu müssen. Möglicherweise ist es auch das Kalkül der SPD, ihren bereits als St. Martin hochgelobten Kanzlerkandidaten nicht in die alltagspolitischen Debatten einzubinden, um die Strahlkraft seiner Person nicht zu gefährden. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass sich Schulz bisher zu überhaupt keiner rechnerisch möglichen oder unmöglichen Koalition geäußert hat. Ebenso nimmt er nicht am Koalitionsgipfel teil, sondern geht lieber zu einem SPD-Fest. Verantwortung übernehmen geht anders. Wer sich bedeckt hält, kann keine Hoffnungen und Erwartungen enttäuschen, eine Zukunftsvision sieht jedoch anders aus.

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