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28.04.2017

Atempause bei den französischen Präsidentschaftswahlen

Mit Spannung erwartet wurde der Ausgang des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen am vergangenen Sonntag. Dass es eine Stichwahl geben würde, stand bei einer erforderlichen absoluten Mehrheit und elf zur Wahl stehenden Kandidaten zu erwarten. Mit Emmanuel Macron hat es nun der im Vorfeld laut Umfragen favorisierte Kandidat ebenso in den 2. Wahlgang geschafft wie Marine Le Pen.

Auch wenn Macron die Nase am Sonntag vorn hatte und vermutlich am 7. Mai in der Stichwahl ein weitaus deutlicheres Ergebnis einfahren wird, stimmt die Tatsache doch nachdenklich, dass ein Fünftel der Wähler ihr Kreuz bei Marine Le Pen gesetzt hat, das sind immerhin mehr als 7 Millionen französische Wähler.

Mit Emmanuel Macron könnte ein relativer Neueinsteiger in die Politik der achte Präsident Frankreichs werden. Als unabhängiger Kandidat wird seine erste Herausforderung in den Parlamentswahlen im Juni darin bestehen, seine noch junge Partei En Marche! In der Nationalversammlung zu etablieren. Auch wenn er im Präsidentschaftswahlkampf die Kandidaten der Parti Socialiste und der Républicains schlug, ist fraglich, ob dies auch bei den Parlamentswahlen gelingt. Dennoch wäre die Wahl Macrons zum Präsidenten ein positives Zeichen für Europa und vor allem die EU.

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