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Neuigkeiten

03.09.2018, 15:27 Uhr

Sommertour 2018

Anlässlich der teilweise kritischen medizinischen und ärztlichen Versorgungslage im Ländlichen Raum suchte ich am 15. August 2018 das Gespräch mit Herrn Dr. med. Peter Gutöhrle, Facharzt für Allgemeinmedizin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Gynäkologie. Der in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) praktizierende Arzt berichtete mir, dass sich der Berufsalltag einer Ärztin oder eines Arztes in den vergangenen Jahren stark gewandelt hat.

Das Berufsbild eines Allgemeinmediziners im Ländlichen Raum kann nicht unbedingt mit einer ausgewogenen ‚Work-Life-Balance‘ locken - vielmehr schreckt die Aussicht auf keine oder wenig Freizeit und auf ein Einzelkämpferdasein viele Studenten von dem Gedanken einer eigenen Praxis auf dem Land ab. Der gegenwärtigen Lage will auch das Land Baden-Württemberg nun offensiv entgegen treten. Mit zahlreichen Förderprogrammen und attraktiven Stipendienangeboten soll das medizinische Versorgungsdefizit im Ländlichen Raum angegangen werden. Auch in Zukunft soll im Ländlichen Raum eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sichergestellt werden. Attraktive Anreize und entsprechende ordnungspolitische Vorgaben sollen helfen, den Beruf des Landarztes wieder attraktiv und begehrt zu machen. Die bereits etablierten Förderprogramme und Angebote sind erste Schritte in die richtige Richtung.

Im Rahmen der Sommeraktion "GaLaBau trifft Politik" des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. habe ich zudem den Gartengestaltungsbetrieb Kurt Banzhaf in Pfedelbach-Baierbach besucht. Herr Banzhaf gewährte mir tiefreichende Einblicke in seinen Gartengestaltungsbetrieb und informierte mich über die gegenwärtigen Herausforderungen dieser Branche. Deponieknappheit und Folgewirkungen der extremen Hitzeperiode, aber auch Themen wie Mitarbeitergewinnung und die Integration geflüchteter Menschen bewegen die Menschen dieser Branche derzeit sehr.

Ebenfalls sehr interessante Einblicke in seinen rund 800 Tiere umfassenden Betrieb gewährte mir der Berufsschäfer Herr Simmendinger. Auf seinem Hof in Bieringen stellte er mir seine tägliche Arbeit vor und berichtete mir von den Themen, die seinen Berufsstand derzeit bewegen – so z.B. der zukünftige Umgang mit dem Wolf. In meinen Augen leisten die Schäfer für den Erhalt unserer Kulturlandschaft einen unverzichtbaren Beitrag. Der Schäferberuf verdient eine außerordentliche Wertschätzung und darf nicht aussterben.

Auch wollte ich während der Sommerpause ein wenig sportlich aktiv sein. Mit Herrn Thorsten Hiller, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Gerabronn-Langenburg, unternahm ich daher eine Radtour. Gemeinsam besuchten wir das Azurit Seniorenzentrum Hohenlohe, welches uns von Herrn Reipert, dem Hausleiter des Seniorenzentrums in Gerabronn, vorgestellt wurde. Ferner besuchten wir das große Teelager in Gerabronn, das uns wiederum von Frau Korder gezeigt wurde. Abschließend konnte ich mir noch ein Bild von den möglichen Trassenverläufen der geplanten 110 kV-Leitung machen. Die Tour hat sich wirklich gelohnt!

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