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07.05.2020, 14:53 Uhr

Sozialministerium fördert innovative Pflege – 200.000 Euro gehen nach Öhringen

Mit rund 3,6 Millionen Euro unterstützt die Landesregierung in diesem Jahr zwölf Pflegeprojekte mit Vorbildcharakter. Um das Angebot der teilstationären Pflege auszuweiten, wird auch ein Neubau im Hohenlohekreis mit Fördermitteln bedacht.

Bereits seit 2011 unterstützt das Land Baden-Württemberg mit dem Innovationsprogramm Pflege gezielt wegweisende Projekte bei der Versorgung und Unterstützung pflegebedürftiger Menschen. Seither wurden insgesamt bereits 150 Projekte mitfinanziert. Im Jahr 2020 liegt der Förderschwerpunkt auf dem Ausbau der Kurzzeitpflege – in diesen Bereich fließen 2,1 Mio. Euro. Die übrigen Fördermittel verteilen sich auf folgende zwei Bereiche: 835.000 Euro fließen in die Entwicklung innovativer Versorgungsstrukturen (Einrichtung ehrenamtlicher Pflegelotsen, Etablierung einer Pflegepraxis usw.). 621.000 Euro kommen dem Ausbau der Tagespflege zu Gute. Insgesamt werden durch das Förderprogramm in diesem Jahr 3,56 Mio. Euro investiert. „Nicht erst seit Corona wissen wir, welche Herausforderung die medizinische Versorgung und Pflege für unsere Gesellschaft bedeutet – sowohl für das entsprechende Fachpersonal als auch für die Angehörigen. Wenn man zudem bedenkt, dass circa drei Viertel aller Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg zu Hause versorgt werden, und das oftmals nur durch die Familie, wird offensichtlich, dass wir hier die bestehenden Unterstützungs-angebote ausbauen, weitere Angebote schaffen und über neue Konzepte nachdenken müssen. Der demographische Wandel unterstreicht die Bedeutung dieser Aufgabe. Daher freue ich mich, dass auch ein Neubauprojekt in Öhringen zum Ausbau der Tagespflege mit 200.000 Euro aus dem Innovationsprogramm Pflege bedacht wird“, kommentiert der Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises Arnulf von Eyb die Nachrichten aus dem Ministerium für Soziales und Integration. Hintergrund: Die Enquete-Kommission Pflege des Landtags hat dem Parlament und der Regierung mit ihrem Abschlussbericht eine Reihe von Handlungsempfehlungen übergeben. Diese sollen nun sukzessive umgesetzt werden. Zentrale Bausteine sind u.a. die bedarfsgerechte Gestaltung des sozialräumlichen Umfelds der Pflegedürftigen und die Unterstützung der pflegenden Angehörigen.

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