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23.07.2020, 14:23 Uhr

Abgeordneter von Eyb kritisiert Diffamierung des Künzelsauer Schlossgymnasiums durch die AfD

Ein im vergangenen Jahr zum Thema Klimaschutz durchgeführter Projekttag am Schlossgymnasium Künzelsau hat die AfD auf den Plan gerufen. Der Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb stärkt dem Gymnasium nun demonstrativ den Rücken und kritisiert die pauschale Verunglimpfung der Schulen im Kreis durch die AfD scharf. Deren Abgeordneter Anton Baron sprach von unzulässiger politischer Beeinflussung und „totalitären Tendenzen an Hohenloher Schulen“.

Der angemessene Umgang mit öffentlich kontrovers diskutierten Themen stellt auch für Bildungseinrichtungen eine Herausforderung dar. Angesichts der breiten öffentlichen Debatte über Umwelt und Klimawandel im letzten Jahr nahm sich auch das Schlossgymnasium in Künzelsau im Rahmen eines durch die Schülermitverantwortung (SMV) gestalteten Projekttages des Themas an. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern eine fachlich fundierte aber eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen, weshalb auch externe Wissenschaftler an diesem Tag mit eingebunden waren. Nach Unterrichtsschluss fand zudem eine Abschlusskundgebung statt, die sich an die Öffentlichkeit richtete. Dass Anton Baron nun versuche, der Schule aus diesem Projekttag einen Strick zu drehen, ist für den direkt gewählten Landtagsabgeordneten des Hohenlohekreises, Arnulf von Eyb, nicht nur ein plumper Versuch der politischen Instrumentalisierung sondern auch ein unerhörter Angriff auf die gute Arbeit der Hohenloher Schulen: „Ich habe das Schlossgymnasium erst vor Kurzem besucht, habe intensiv mit der Schulleitung gesprochen und mir einen persönlichen Eindruck verschafft. Dort wird mit Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und sehr viel persönlichem Engagement zum Wohle unserer Kinder gearbeitet. Anstatt diese und andere Schulen an den Pranger zu stellen, sollte sich Herr Baron vielleicht erst einmal selbst ein Bild von der Arbeit vor Ort machen.“ Weiter führt Arnulf von Eyb aus: „An so einem Projekttag kann ich zunächst einmal nichts Negatives finden: Mir ist lieber, junge Menschen diskutieren ein solches Thema mit Wissenschaftlern an ihrer Schule, als sich darüber aus dubiosen Quellen im Netz zu informieren. Das hat mit politischer Indoktrination nichts zu tun. In diesem Kontext von ‚totalitären Tendenzen‘ zu sprechen, ist völlig abstrus, inhaltlich unbegründet und politisch einfach nur billig. Es ist ein durchschaubarer Versuch der AfD, sich bei diesem Thema auf Kosten der Schulen zu profilieren, und ein Schlag ins Gesicht für Lehrkräfte, Eltern und Schüler. Solch ein pauschaler Rundumschlag gegen Schulen ist mit meinem Amtsverständnis eines Mandatsträgers nicht vereinbar. Mit verbalen Entgleisungen wie dieser trägt die AfD wieder einmal nichts Produktives zur Debatte bei, sondern leistet nur der weiteren sprachlichen Verrohung und der gesellschaftlichen Spaltung in unserem Land Vorschub.“

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