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21.08.2020, 16:24 Uhr

Vereinnahmung von Sophie Scholl für Landtagsabgeordneten inakzeptabel

Für die versuchte Vereinnahmung der Widerstandskämpferin Sophie Scholl durch eine selbsternannte Querdenker-Demonstration in Forchtenberg hat der direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises Arnulf von Eyb kein Verständnis.

Die Einschränkungen im Zuge der Coronakrise sind eine große Belastung für uns alle und stellen einen nicht zu unterschätzenden Eingriff in unsere Grundrechte dar. Die politischen Entscheidungsträger sind sich dieses Umstandes sehr bewusst und legen daher ein besonderes Augenmerk darauf, die Verhältnismäßigkeit dieser Einschränkungen stets zu wahren. Ob dies gelingt, prüft unsere Gerichtsbarkeit mit stets wachem und vor allem unabhängigem Blick. Ich halte es daher für unverschämt, dass sich selbsternannte Querdenker hinter einer mutigen Frau wie Sophie Scholl verstecken, die in einem brutalen und verbrecherischen Regime den Weg des Widerstandes wählte, wohlwissend, dass ihr diese unabhängige und faire Gerichtsbarkeit verwehrt werden würde. Wer unseren Staat in die Nähe eines Regimes wie dem Dritten Reich rückt, legt im Gegenteil selbst Axt an unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. Für eine Demonstration wie in Forchtenberg, die sich in dieser Art und Weise auf Personen wie Sophie Scholl berufen will, fehlt mir daher jedes Verständnis.

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