© ARNULF VON EYB MDL

Archiv

11.12.2018

Böblinger Regionalkonferenz und Bundesparteitag in Hamburg

Am Dienstag, den 27. November, kamen in Böblingen die drei Kandidaten für den Parteivorsitz der CDU zusammen, um sich den anwesenden Parteimitgliedern vorzustellen und deren Fragen zu beantworten. Auch unser Kreisverband sowie der Schwäbisch Haller Verband waren gut vertreten und konnten die Kandidaten zusammen mit rund 2.000 anderen Besuchern live erleben. Meines Erachtens haben sich alle drei Kandidaten souverän präsentiert und ihre jeweilige Sicht auf die relevanten Fragen unserer Zeit klar dargestellt.

Das gesamte Format mit mehreren Fragerunden, bei denen Parteimitglieder aus ganz Baden-Württemberg zu Wort kommen konnten, war ein gelungenes Beispiel für parteiinternen, transparenten und fairen Wettbewerb und somit sicher auch eine gute Entscheidungshilfe für die anwesenden Delegierten. Zehn Tage später war es dann soweit: In Hamburg fand der Bundesparteitag statt und nicht nur für die Delegierten sondern auch für alle übrigen Anwesenden war dieses Wochenende eine hochspannende und teilweise auch emotionale Angelegenheit. Neben der Behandlung zahlreicher Leitanträge stand natürlich auch hier das „Rennen“ um den Parteivorsitz im Fokus. Denkbar knapp konnte sich die bisherige Gen-eralsekretärin, Annegret Kramp-Karrenbauer, mit 52 % gegen Friedrich Merz, der 48 % der Delegiertenstimmen erhielt, durchsetzen. Zum neuen Generalsekretär unserer Partei wurde der bisherige JU-Bundesvorsitzende Paul Ziemiak gewählt. Freilich werden diese Wahlentscheidungen von vielen begrüßt, von genauso vielen aber auch kritisch betrachtet. Ich denke, es gilt nun, die innerparteilichen Differenzen hinter uns zu lassen, und uns mit vereinten Kräften für den Erfolg unserer Partei einzusetzen. Die künftigen Herausforderungen für unser Land und unsere Partei, aber auch die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen können wir überhaupt nur dann erfolgreich meistern, wenn wir uns mit den Menschen und ihren Anliegen beschäftigen – und nicht mit uns selbst. Die CDU muss zwar immer wieder auch ihre eigenen Positionen auf den Prüfstand stellen und gesellschaftliche Veränderungen bzw. Realitäten zur Kenntnis nehmen. Wenn wir als Partei jedoch unsere Ziele definiert und uns – so wie nun in Hamburg geschehen – auf die „Führungsmannschaft“ geeinigt haben, gilt es, an einem Strang zu ziehen.

© ARNULF VON EYB MDL | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | KONTAKT