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11.12.2018

Bilanz zum Aktionsprogramm Jagst

Am 13. November präsentierte Regierungspräsident Wolfgang Reimer gemeinsam mit Umweltminister Franz Untersteller in Kirchberg/Jagst die Bilanz zum Aktionsprogramm Jagst. Nachdem in Folge eines Feuerwehreinsatzes in Kirchberg im August 2015 große Mengen Ammoniumnitrat in den Fluss gelangt waren und ein massives Fischsterben verursacht hatten, setzten Umweltministerium und Regierungspräsidium ein Programm auf, um die Jagst zu revitalisieren. Durch das Aktionsprogramm erholt sich der Fischbestand im betroffenen Flussabschnitt langsam.

Das bisherige Hauptproblem, dass durch Barrieren in der Jagst die Migration von Fischen in diesen Abschnitt behindert wurde, konnte, laut Regierungspräsident Reimer, erfolgreich angegangen werden. So seien bereits zehn Barrieren in der Jagst beseitigt worden. Der Mittellauf der Jagst sei auf einer Fließlänge von 63 Kilometern nun für Fische wieder durchwanderbar. Im Rahmen des Programms führte das Regierungspräsidium rund 60 Maßnahmen durch, für die über drei Millionen Euro aufgebracht wurden. Dabei sind unter anderem Neben- und Altarme der Jagst revitalisiert worden, der harte Uferbau zurückgebaut und Kiesinseln angelegt worden. So ist man dem Ziel, die Schäden an der Jagst zu beheben und deren Widerstandskraft zu stärken, erheblich nähergekommen. Das Aktionsprogramm soll auch zukünftig Modelcharakter für ganz Baden-Württemberg haben. So wurden in diesem Rahmen neue Regeln, Merkblätter, Informationssammlungen und Arbeitshilfen erlassen, um zukünftig solche Katastrophen entweder ganz ver-meiden oder effektiver bekämpfen zu können.

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