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11.03.2019

Politischer Aschermittwoch in Fellbach

Die traditionelle Zusammenkunft der baden-württembergischen CDU zur Narrenzeit fand auch in diesem Jahr wieder in der Alten Kelter in Fellbach statt. Über 1000 Interessierte fanden den Weg dorthin und wurden durch die Reden von unserem Landesvorsitzen-den und Innenminister, Thomas Strobl, sowie unserem ehemaligen Minister-präsidenten und jetzigen EU-Kommissar für Haushalt und Personal, Günther Oettinger, gut unterhalten. Auch unser Kreisverband war hier gut vertreten und gemeinsam per Bus angereist.

Naheliegenderweise waren die Beiträge der Redner stark von den anstehenden Europa- und Kommunalwahlen geprägt. Thomas Strobl betonte den Umstand, in wie vielen europäischen Mitgliedsstaaten mittlerweile europaskeptische oder sogar offen europafeindliche Kräfte am Werk seien und welche Konsequenzen und Gefahren damit einhergingen. Der Landesvorsitzende appellierte an alle Demokraten, dagegenzuhalten und offen für die europäischen Werte einzutreten. In die gleiche Kerbe schlug auch EU-Kommissar Oettinger, der nach zehn Jahren wieder als Ehrengast geladen war – auf der Veranstaltung übrigens, die er selbst einst in Fellbach initiiert hatten. Sehr eindrücklich beschrieb er die historische Entwicklung Baden-Württembergs als „Spielball“ fremder Mächte, die nun innerhalb der europäischen Strukturen ihre glückliche Vollendung gefunden habe. Unser Land und seine Menschen müssten sich darüber im Klaren sein, dass es in diesem Jahr-hundert keine Alternative zur „europäischen Familie“ gebe. Zwischen Großmächten wie den USA oder China sei Deutschland – und Baden-Württemberg umso mehr – quasi unsichtbar. Daher sei jede Schwächung und jede Spaltungstendenz innerhalb der Europäischen Union auch eine Schwächung für uns selbst. Die vielfältigen Vorteile und Errungenschaften, die jede und jeder im Alltag erleben könne, seien nicht selbstverständlich, auch wenn es uns zuweilen so erscheinen mag. In diesem Zusammenhang wies Günter Oettinger auch kritisch darauf hin, dass der Koalitionsvertrag der Großen Koalition in Berlin zwar mit „Neuer Aufbruch für Europa“ überschrieben sei, davon im politischen Alltag allerdings wenig zu spüren sei. Die CDU müsse wieder als dezidierte Europapartei erkennbar werden und dürfe sich diese Rolle von niemandem streitig machen lassen. Auch ich möchte in diesem Kontext noch einmal explizit für Europa werben und Sie alle ermuntern, sich im anstehenden Wahlkampf für ein starkes kommunales und europäisches Resultat der CDU zu engagieren. Nur wenn unsere Region auch weiterhin gut in Brüssel vertreten sein wird, können wir un-seren Anliegen dort auch Gehör verschaffen. Unsere Europaabgeordnete, Frau Dr. Inge Gräßle, macht eine sehr gute Arbeit und verdient im Wahlkampf unsere Unterstützung!

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